NDS: M3 REAL
Kategorie: NINTENDO DS / DS LITE



Autor: whynot
Hersteller: http://www.m3adapter.com
Preis: ab EUR 45 bis 70 (je nach Ausführung; ohne Speicherkarte; ohne Versand)
Plattform: NDS (alle Varianten)
Produkt: Slot-1-Adapter für microSD-Speicherkarten
Erhältlich u.a. bei: http://www.konsolenprofis.de/, http://ta-multimedia.de/, http://www.freaxstore.de/


Der M3-Real wurde mir von den Konsolenprofis zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank dafür.

Das M3-Team hatte Anfang 2007 als „OEM“-Produkt des R4DS den M3 Simply herausgebracht. Da dieser kein „Single-Card-Downplay“ unterstützte und auch keine SDHC-Speicherkarten erkennen konnte, warteten die User gespannt auf den Nachfolger.
Im Laufe des Jahres 2007 kam dann zuerst der G6DS, erwies sich jedoch in mancher Hinsicht als Flop.
Ende 2007 war es dann endlich soweit, der M3 Real wurde in den Verkauf gegeben.

Es gibt den M3-Real in mehreren Versionen, ich habe die „Perfect Bundle Version“ getestet.

Der M3-Real kommt in einem kleinen Karton daher, der vorne mit einem Sichtfenster ausgestattet, den M3-Adapter sofort ins Auge springen lässt.
Bei anderen Versionen kann die Verpackung natürlich anders gestaltet sein.


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Auf der Rückseite des Kartons werden die Fähigkeiten des M3-Real aufgezählt (freie Übersetzung):

- 100 % Spielekompatibilität, unterstützt Clean-Rom’s – läuft auf jedem DS
- extrem einfach nutzbar: einfach Dateien auf die Speicherkarte ziehen; Standard-FAT-System
- unterstützt microSDHC-Spezifikation (höhere Speicherkapazitäten möglich 4 GB, 8 GB…)
- exklusive Cheat-Funktion: vollkommen AR-Cheatcode kompatibel. Eine fertige Cheat-Datenbank gibt es zum Download (Englisch, chinesisch, japanisch). Individuelle Cheatcodes (xml, cht, dht) werden ebenfalls unterstützt.
- spezielle Spiel-Funktionen können während des Spiels eingeschaltet werden (z.B. Zeitlupenmodus)
- Software-Reset-Funktion
- automatische Speichertyp-Erkennung
- exzellente Homebrew-Unterstützung. DLDI-Auto-Patcher
- upgrade-fähiges System. Keine Speicherbegrenzung des Flash-Roms
- robuste und skinfähige Oberfläche
- PassMe-Funktion eingebaut (startet Slot-1 NDS, Slot-2 GBA, Slot-2 NDS)
- DirectBoot-Funktion: startet direkt Spiele und Applikationen
- unterstützt Slot-2 Erweiterungskarten (Rumble, Ram, Browser-Speichererweiterung, GBA-Spiele-Adapter etc.)
- Oberfläche mit Touchscreen- und Button-Unterstützung
- NDS-GBA-Spieleverbindung funktioniert
- stärkste Media-Fähigkeiten:
- eingebaute „Media-Ex“-Applikation sowie Moonshell
- unterstützt MP3, OGG Musik und DPG, DSM, GBM Videos
- ebook-Funktion, unterstützt Word-, Txt-Dateien direkt
- Super Bildanzeige-Funktion, unterstützt BMP, JPG, GIF, PNG direkt
- eingebauter PDA (Weltzeit, Memo, Notizblock, Telefonbuch, Rechner)
- unterstützt mehrere Sprachen: Französisch, Deutsch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch...
- unterstützt DS-Schlafmodus
- Helligkeits-Einstellung in Oberfläche enthalten

Zusätzliche Funktionen der „Perfect Bundle Version“:

- 100 % GBA-Kompatibilität ohne Verlangsamung
- Super Echtzeit-Speicher-Funktion
- eingebaute Emulatoren (FC, NES, SNES, GB, SMS, PCE)
- schneller Start (nur 10 Sekunden für 128 Mbit Daten)
- GBA-Cheatcode



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Den Adapter gibt es in weiß und schwarz, leider wird er hierzulande nur in schwarz angeboten, die weiße Variante ist für Asien vorgesehen.



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Auf der Vorderseite des Adapters kann man unter dem Aufkleber unschwer den IC-Chip erkennen, der durch das vordere Gehäuseteil ragt.
Hinten ist die Einsteckrichtung für die microSD-Speicherkarte eingestanzt; außerdem gibt es im Bereich der Kontakte keine Trennstege.



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Das Gehäuse ist nicht verschraubt, sondern wird durch sechs „Haltenasen“ zusammengehalten. Man sollte das Gehäuse - wenn überhaupt - nur selten öffnen, da sonst die „Nasen“ ausleiern können.



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Um den M3-Real zu starten, muss eine microSD-Speicherkarte mit entsprechender Software im Adapter enthalten sein, ansonsten lernt man die Fehlermeldung kennen.


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Die Software lädt man sich am besten von der M3-Homepage oder bei uns im Downloadbereich herunter.

Alternativ kann man hier nach Software schauen:
- http://www.linfoxdomain.com/nintendo/ds/

Wenn man später alle Icons des M3-Real nutzen möchte, muss man entpackt rund 103 MByte (!) Software (davon alleine 83 MByte PDA-SW) auf die microSD-Karte schieben!
Als Minimum sollte man ca. 13 MByte einplanen, was leider einen Negativ-Rekord darstellt. Es muss zumindest der entpackte „SYSTEM“-Ordner auf der Speicherkarte zu finden sein.

Die Software des M3-Real startet nach dem Einschalten direkt, ohne Umweg über den DS-Bootscreen.
Beim ersten Mal wird man aufgefordert die Sprache zu wählen, diese Einstellung kann später im Einstellungs-Icon geändert werden.



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Nach 7 -8 Sekunden erscheint auf dem oberen Screen das M3-Real-Logo; auf dem Touchscreen sieht man 7 Icons, rechts oben ein Fragezeichen und links unten die Helligkeits-Einstellung sowie Datum, Uhrzeit und Icon-Bezeichnung.



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Hinter dem Fragezeichen verbirgt sich die Software-Version, kurz angeklickt erscheint sie sofort.



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Von links oben nach rechts unten gelesen haben wir folgende Icons:

- NDS
- GBA
- Speicherkarte
- Start (Slot-2 NDS / -GBA)
- Medien
- PDA
- Einstellungen


Im Einstellungs-Icon kann man:
- ein Startsymbol (falls vorhanden) wählen
- zwischen 5 verschiedenen Skins (wenn vorhanden) wechseln
- einstellen, ob nach dem Start das M3-Menü oder direkt der NDS-Ordner gezeigt werden soll
- die Sprache wechseln



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Das PDA-Icon ist eigentlich nutzlos, die dafür nötige Software kann man getrost weglassen.
Das M3-Team hat sich hier nicht viel Mühe gemacht, es handelt sich im Prinzip um die 2006 mit dem Slot-2-Adapter eingeführte PDA-SW. Das Beta-Stadium wurde auch hier nicht verlassen; die Bedienung ist sehr hakelig.
Die dort enthaltenen Programme liefert die Homebrew „DSOrganize“ besser und mit weniger Speicherplatzbedarf.



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Das Medien-Icon hinterlässt für mich einen zwiespältigen Eindruck.
Zum einen sind für jede Art Entertainment Icons vorhanden (Filme / Musik / eBooks / Bilder / meine Speicherkarte / Hilfe / Einstellungen), so dass man zuerst auf das Icon klicken muss, um anschließend die entsprechende Datei zu öffnen.
Zum anderen sind die Konvertierungstools noch aus der Slot-2-Ära (man kann sie auch nur auf der Slot-2-Downloadseite finden...) und entsprechend veraltet.
Außerdem sind mit dem aktuellen Moonshell (1.71 p1) dekodierte Filme teilweise nicht anzuschauen (entweder sie starten nicht oder es gibt Aussetzer).
Da sollte man lieber direkt Moonshell (oder DSM-Play) auf die Speicherkarte packen und die Filme bzw. Musik damit starten. Das auf der Downloadseite „fertige“ Moonshell ist allerdings auf „asiatisch“ eingestellt.
Sollte man Moonshell oder DSM-Play nutzen wollen, muss man die entsprechenden „.nds“-Dateien wie ein Spiel starten.



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Das Start-Icon dient zum Starten eines Slot-2-Adapters (M3 / EZ-Flash / SuperCard) wahlweise im GBA- oder NDS-Modus. Für die mitgelieferte GBA-Extension ist das Icon nicht gedacht, da ja erstmal keine Daten auf der Extension zu finden sind.

Das Speicherkarten-Icon ist eine Art Dateimanager, man kann zumindest seine Verzeichnisse anschauen, Dateien werden aber nur im GBA- oder NDS-Format angezeigt.
Anfangs war das Icon wohl für Homebrew gedacht, da man diese Dateien nur im Root-Verzeichnis der Speicherkarte ablegen sollte.
Seit einigen Software-Versionen kann Homebrew auch über das NDS-Verzeichnis gestartet werden, so dass das Icon eigentlich überflüssig ist...

Bleiben noch die beiden letzten Icons, GBA und NDS.
Natürlich sind diese Icons dafür da, NDS- bzw. GBA-Spiele zu starten. Es werden auch nur die jeweiligen Dateien erkannt (GBA im NDS-Verzeichnis und umgekehrt funktioniert nicht).
Seit der Software-Version 3.0 werden rudimentär Homebrew-Icons angezeigt (manchmal ja, manchmal nein).



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Sind etliche Dateien im Verzeichnis enthalten, kann man mit den Schultertasten schnell vor- und zurückspringen.
Wenn der Verzeichnisname nicht der M3-Vorgabe entspricht, erscheint eine Fehlermeldung. Dann einfach links unten auf das angezeigte Verzeichnis klicken und das richtige Verzeichnis aussuchen. Es darf in diesem Verzeichnis kein Unterverzeichnis enthalten sein, sonst kann man die Auswahl nicht speichern!



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Die Ansicht des Spielemenüs lässt sich nicht ändern (Icongröße / nur Text etc.), die Spiele lassen sich lediglich nach Name oder Dateigröße auf- bzw. absteigend sortieren, allerdings wird diese Sortierung nicht gespeichert; beim nächsten Aufruf des Spielemenüs ist alles wieder so wie beim ersten Mal.

Mit „A“ oder einem Klick auf den Spielenamen kommt man ins Konfigurations-Menü



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(nicht bei Homebrew, siehe unten). Hier kann man:

- mit „Datei auswählen“ die Cheat-Datenbank ändern
- Cheats ein- bzw. ausschalten (und über ein gesondertes Register auswählen)



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- Soft-Reset ein- bzw. ausschalten (dabei sind zwei Tastenkombinationen möglich: L + R + A + B + X
oder L + R + A + B + Y)
Bei einigen Spielen ist kein Soft-Reset möglich (Fehlermeldung).



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- Zeitlupe ein- bzw. ausschalten (Tastenkombi L + Select oder R + Select)
- Zeitlupenmodus einstellen (Level 1 - 5)

Die „X“-Taste vertauscht die beiden Bildschirme.

Über den Start-Button bzw. „A“ wird das Spiel normal gestartet, die Downloadplay-Funktion wählt man mit der Taste „Y“ aus.

Die von einem User entwickelte Testsoftware zeigt allerdings, dass der Adapter keine Clean Rom’s überträgt; man kann die Software hier herunterladen:
http://nds.truedream.org/

Nach dem Start geht es in die Spiel-Übersicht zurück und es erscheint ganz unten ein Ladebalken.
Wird das Spiel das erste Mal gestartet, legt die Software automatisch eine M3-eigene Save-Datei an. Save-Dateien haben beim M3-Real die Endung „.0“ und sind 512 kb groß.
Die Save-Datei-Erstellung und der Ladevorgang werden im oberen Bildschirm mit einem M3- / G6-Logo angezeigt.



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Der Spielstart ist generell nur über das Konfigurationsmenü möglich, man kann das Spiel leider (auch später) nicht direkt starten.
Ebenso ist eine generelle Einstellung für den Soft-Reset (oder Cheats) nicht möglich; dies muss für jedes Spiel neu gewählt werden.
Die getroffenen Einstellungen werden in einer „.ini“-Datei auf der Speicherkarte festgehalten.

Bei Homebrew kann man nur auswählen, ob über Slot-1 oder Slot-2 gestartet werden soll, nach einem DLDI-Kompatibel-Bildschirm lädt alsdann das Programm.



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Soft-Reset oder ähnliches kann nicht aktiviert werden.
Die Ladezeit für Homebrew ist im Vergleich zur Konkurrenz ziemlich lang, „normale“ Spiele starten schneller.

Die Kompatibilität ist bei allen Spielarten (NDS / GBA / Homebrew) sehr gut bis gut.
Auch Single-Card-Downplay machte im Test keine Probleme.

Der mitgelieferte microSD-Speicherkartenleser ist einer der schnelleren Vertreter seiner Zunft und dabei auch für SDHC-Speicherkarten geeignet.

Der M3-Real kann sowohl normale als auch SDHC-Speicherkarten erkennen. Ich habe diverse Karten getestet:

- Kingston „normal“ 1GB
- Kingston SDHC 4 GB -Class 4-
- SanDisk SDHC 4 GB -Class 2-
- SanDisk SDHC 6 GB -Class 4-
- SanDisk SDHC 8 GB -Class 4-
- A-Data SDHC 4 GB -Class 6-

(Mit „Class“ wird eine Mindestübertragungsrate für die Aufzeichnung von MPEG-Datenströmen festgelegt (aus Wikipedia), wobei die Ziffer für MB pro Sekunde steht. Die Zugriffszeit wird hier nicht beschrieben!)
Näheres kann man hier lesen:
http://www.hjreggel.net/cardspeed/special-sd_de.html

Als Test habe ich das Castlevania-Video und die Startzeit von „Animal Crossing“ herangezogen.

Es gab leider bei fast allen SDHC-Karten starke Ruckler bzw. Aussetzer im Castlevania-Video; nur die A-Data 4 GB -Class 6- hatte lediglich im letzten Drittel leichte Probleme. Hier ist anscheinend mehr die Zugriffszeit ausschlaggebend.
Die Startzeit von „ACWW“ betrug je nach Speicherkarte bis zu 29 Sekunden (inkl. Save-Datei-Erstellung / bis zur Schrift „Bitte Bildschirm berühren“); hier sind einige Konkurrenzprodukte teilweise wesentlich schneller!
Wenn man auf das Castlevania-Video Wert legt funktionieren im M3-Real die „normalen“ Speicherkarten bis zu 2 GB am besten; ansonsten sollte man eine Speicherkarte mit schnellerer Zugriffszeit wählen (A-Data / Kingston / Toshiba).

Das Rumble-Pack wird ohne weitere Software erkannt; das Ruckeln ist auch hier leicht und nicht zu aufdringlich.
Das Rumble-Gehäuse wird in schwarz geliefert und kann nicht mit dem GBA-Gehäuse gewechselt werden, da es spezielle Aussparungen für den Motor hat.



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Bleibt noch die GBA-Extension. Das Gehäuse ist ebenfalls schwarz.



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Die GBA-Extension ist für zwei Dinge gedacht:
- GBA-Spiele starten
- als Speichererweiterung für den Opera-Browser dienen



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Der Start von GBA-Spielen funktioniert wie im NDS-Teil, d.h. zuerst kommt man in ein Konfigurations-Menü, wo man:

- Cheats ein- bzw. ausschalten kann
- Echtzeitspeichern ein- bzw. ausschalten kann (im Spiel: L + R + A + B für das gesonderte Speichermenü)
- die Startmethode auswählt (Patchen oder schnelles Laden)

Beim schnellen Laden wird das Spiel unverändert auf die GBA-Extension geschrieben, beim Patchen wird das Spiel gepatcht. Der Patch wird in einer „.ini“-Datei auf der Speicherkarte festgehalten.

Möchte man ein NDS- und GBA-Spiel verlinken, so muss zuerst das GBA-Spiel mit „Y“ aufgerufen werden. Man kommt dann nicht ins Konfigurations-Menü, sondern es wird direkt das GBA-Spiel im Link-Modus gestartet (es erscheint nur der Ladebalken, danach passiert erstmal nichts weiter). Als nächstes geht man ins NDS-Menü und startet das entsprechende NDS-Spiel.

Die eingebauten Emulatoren sind veraltet und Buggy, dementsprechend sollte man sie ignorieren und stattdessen Homebrew-Emulatoren einsetzen. Die meisten der Emulatoren findet man hier:
http://www.ndsretro.com/gbadown.html

Wenn man die Emulatoren trotzdem ausprobieren möchte, muss man die Spieledateien in das GBA-Verzeichnis schieben und von dort aus starten; dies funktioniert nur mit GBA-Extension oder anderem Slot-2-Adapter.
Man kann nämlich anstelle der GBA-Extension auch eine M3-Perfect-Lite
(oder G6) verwenden (es wird nur der interne Speicher verwendet, so dass man auf eine Speicherkarte im Slot-2 verzichten kann).

Wer den Opera-Webbrowser nutzen möchte, muss die Originaldatei vorher Patchen. Den Patch gibt es auf der M3-Homepage zum downloaden.


POSITIV

- Adapter passt perfekt in NDS-Slot
- sehr hohe NDS-Kompatibilität
- sehr hohe Homebrew-Kompatibilität
- DLDI-Autopatching bei Homebrew
- hohe GBA-Kompatibilität
- microSDHC wird unterstützt (max. 32 GB)
- Clean-Rom-Unterstützung
- Soft-Reset bei NDS-Spielen möglich
- Single-Downloadplay bei Spielen mit RSA-Signatur
- GBA-Unterstützung in Software integriert
- PassMe eingebaut
- Echtzeitspeicher bei GBA-Spielen
- einfaches Updaten der Firmware (Austausch von Dateien)
- Touchscreen-Funktion im Menü
- Skins änder- bzw. selbst erstellbar
- Gehäuse nicht geklebt
- keine Trennungsstege bei Kontakten
- schneller microSDHC-Kartenleser mitgeliefert
- Rumble-Pack mitgeliefert (Perfect-Bundle-Version)
- GBA-Extension mitgeliefert (Perfect-Bundle-Version)
- Schutzgehäuse für Slot-1-Adapter und microSD mitgeliefert

NEGATIV

- Software braucht viel Speicherplatz (13 bis über 100 MB)
- Medien-Konvertierungssoftware veraltet
- PDA-Software veraltet (braucht viel Speicherplatz)
- Game-Manager zu umständlich (keine generelle Einstellung möglich)
- nur schwarzes Gehäuse in Europa
- microSDHC-Unterstützung nicht ausreichend (Problem Zugriffszeit)
- kein Austauschgehäuse
- keine Unterverzeichnisse für NDS- bzw. GBA-Ordner möglich
- eingebaute Emulatoren veraltet
- kein Echtzeitspeicher bei NDS-Spielen
- „Haltenasen“ des Gehäuses können bei wiederholtem öffnen leicht abbrechen


FAZIT

Das M3-Team ist eigentlich für seine guten Produkte bekannt. In diesem Fall wurde aber bei der Software meines Erachtens etwas schlampig gearbeitet. Im Prinzip wurden schon vorhandene Module (Game-Manager und PDA-SW = Slot-2 / Medien-SW = G6) auf den M3-Real adaptiert, das war’s.
Es gibt keine generelle Einstellung für Soft-Reset oder ähnliches; Sortier-Einstellungen im Menü bleiben nicht erhalten.
Homebrew-Icons werden erst seit Version 3.0 teilweise angezeigt.
Die GBA-Einbindung ist dagegen gut gelöst.
Ich empfehle das Perfect-Bundle trotzdem, da man hier alles in einem bekommt und die angesprochenen „Macken“ durch Software-Updates behoben werden können.