PS2: MEMOR32
Kategorie: PLAYSTATION 2
Autor: Jones23
Hersteller: Memor32.Com
Preis: ca. 50.- €
Plattform: PlayStation2
Produkt: Memory Karte
Relevante Downloads: Treiber und Savegame Manager
Erhältlich bei: Keine Angabe
Allgemeine Infos
Memor32 ist eine Memory Karte für die PS2 mit 32MB Kapazität und USB-Anschluss über den man Savegames mit dem "Memor32 Savegame Manager" auf den PC kopieren kann. Damit gehören Platzprobleme endgültig der Vergangenheit an, denn sollten die 32MB wirklich mal voll sein, sind ruck-zuck ein paar Savegames auf den Rechner ausgelagert.
Als nettes Extra gibt es noch eine inoffizielle Firmware für die Karte, die es erlaubt Homebrew und speziell gepatchte Backups von Spielen zu starten.
Getestet wurden Savegame Manager v1.3, MementoDiscPatcher v0.9e und Memento Firmware v1.2e, mit einer PS2 v12 und einem WindowsXP-PC.

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Hardware
Heute kam sie endlich an, also gleich mal rein in die PS2... und schon der erste Kritikpunkt: Sie sitzt ziemlich locker und rastet nicht so schön ein wie die original Sony Karten. Im Gegensatz dazu sitzt der USB-Stecker sehr gut und auch ansonsten ist sie gut verabeitet, macht einen stabilen Eindruck und funktioniert tadellos.

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Auch das Innenleben der Memor32 sieht gut aus. Die Platine ist sauber verarbeitet, mit Actel Chip und Samsung Flashspeicher wurden qualitativ hochwertige Komponenten verwendet und am USB-Port gibt's nix zu meckern.
Die folgenden Bilder stammen von ISO420.org

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Speicherkarte
Die Memor32 benötigt keine BootCD oder ähnliches, sie lässt sich genauso handhaben wie die Sony Memory Karten und wie jede neue Memory Karte muss sie vor dem ersten Gebrauch formatiert werden. Also in den Browser, Karte auswählen und ihr werdet gefragt ob sie formatiert werden soll. Die Antwort ist natürlich "Ja", wir wollen das Teil schließlich auch benutzen.

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Die Memor32 wird von Spielen einwandfrei erkannt und bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Selbst empfindliche Spiele (z.B. Resident Evil 4), die bekanntermaßen Probleme mit (manchen) inoffiziellen Memory Karten haben, kommen mit der Memor32 klar. Aber sie hat das Manko, an dem alle großen Memory Karten leiden: Sie ist langsamer als die 8MB Sony Karten.
Savegame Manager
Kommen wir nun zur ersten Besonderheit der Memor32: der USB-Anschluss und der Savegame Manager (SGM).
Ein USB-Kabel wird nicht mitgeliefert, also muss man sich ein passendes Kabel (Mini- auf normalen USB-Stecker) besorgen, falls man nicht eh schon eines hat, z.B. von einem Speicherkarten-Lesegerät.
Zunächst sollte man die USB-Treiber und den SGM runterladen und entpacken, damit man gleich alles parat hat.
Wenn man die Memor32 zum ersten mal anschließt, wird man von Windows aufgefordert die passenden Treiber zu installieren. Dazu wählt man die manuelle Installation und gibt das Verzeichnis an, in das man die Treiber-Dateien entpackt hat, den Rest erledigt Windows dann alleine.
Als nächstes installieren wir den SGM: Setup.exe ausführen, weiter klicken, Installationspfad bestätigen und fertig.
Wenn der SGM gestartet wird baut er als erstes die Verbindung zur Memor32 auf und listet danach promt den Inhalt der Karte. Auf der linken Seite sieht man die Savegames auf der Memor32, die rechte Seite zeigt die auf dem Rechner gespeicherten.

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Wählt man ein Savegame aus werden alle wichtigen Infos unten im Fenster angezeigt: Titel, Ordnername, Größe, Erstellungs- und Änderungsdatum. In dem grauen Kasten unten links wird hoffentlich in künftigen Versionen das Icon des Savegames angezeigt.

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Viel gibt es eigentlich nicht zu erklären, die Buttons sagen alles. "Backup" kopiert die ausgewählten Spielstände von Memor auf den PC, "Restore" kopiert sie vom PC wieder auf die Karte.


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Der "Delete"-Button löscht gewählte Saves und mit "Erase Memor32" wird die Karte komplett gelöscht und muss anschließend wieder mit der PS2 formatiert werden.

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Ein wirklich wichtiger Bestandteil sind Import- und Export-Funktion.
Da jedes Savegame auf der Memor32 Karte und auf dem PC, wegen des Ordnernamens, nur einmal existieren kann, ist es sinnvoll ältere Savegames, die ihr behalten wollt, zu exportieren, damit sie nicht von neuen Savegames überschrieben werden. Mit dieser Funktion wird das Savegame, das aus einem Ordner mit mehreren Dateien besteht, in einer Datei mit der Endung ".m32" gespeichert und komprimiert. Es können sogar mehrere Savegames in einer ".m32" Datei archiviert werden, das Ganze funktioniert also ähnlich wie die bekannten ".zip" oder ".rar" Archive. Den Namen der ".m32" Datei kann man frei wählen, lediglich wenn man mehrere Savegames auswählt und als Einzeldateien exportiert werden automatisch generierte Namen vergeben, die man aber nachträglich ändern kann.

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Mit "Import" können die ".m32"-Savegames wieder in die PC-Liste kopiert werden, wobei auch hier zu beachten ist, dass schon vorhandene Savegames überschrieben werden. Es können auch ".max"-Dateien importiert werden, ein weit verbreitetes Savegame-Format von Datel (MAX Drive). Ihr könnt also das Internet durchstöbern, ".max" Saves runterladen und nach herzenslust ausprobieren.

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Leider geht das bislang nur mit dem ".max" Format, das zwar recht häufig zu finden ist, aber zu den schlechteren Savegame-Formaten gehört, weil es die Dateiattribute und Zeitstempel (Erstellungs- und Änderungsdatum) nicht speichert. Manche Spiele akzeptieren keine Spielstände, bei denen die Zeitstempel nicht korrekt sind. Bleibt zu hoffen, dass noch weitere (bessere) Formate (z.B. ".xps", ".psu") dazu kommen.
Was ".max" nicht gelingt, beherrscht ".m32" perfekt. Dateiattribute und Zeitstempel werden konserviert und die Savegames sind nach dem zurück-kopieren auf die Memor32 wieder in ihrem ursprünglichen Zustand. Die Savegame-Integrität ist also voll gewährleistet und es wird keine Probleme mit den oben erwähnten "zeitempfindlichen" Spielen geben.
Alles in allem funktioniert der SGM schon sehr gut, und er befindet sich schließlich noch in der Entwickling. Schade ist, dass man Spielstände nur als ".m32" exportieren kann, mit denen, zumindest im Moment, nur andere Memor32-Besitzer etwas anfangen können. Aber es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis es ein Tool gibt, mit dem man ".m32" in andere Formate umwandeln kann, oder der Savegame Manager andere Formate exportieren kann. Auch einen "Abbrechen" Knopf und eine Anzeige für die Gesamtgröße der gewählten Savegames vermisse ich.
Memento Software
Last but not least, das Schmankerl der Memor32, die Memento Firmware, mit der man Homebrew und Backups starten kann, ganz ohne Modchip oder Swap-Magic. Einen Trick gibt es aber trotzdem: Backups müssen mit einem Patcher behandelt werden, damit die PS2 sie akzeptiert.
MementoDiscPatcher
Nachdem man ein Image (iso, bin, nrg) vom Spiel erstellt hat startet man den MementoDiscPatcher, drückt auf "Patch ISO Image" und wählt die entsprechende Datei aus. Das Patchen dauert nicht mal eine Sekunde, danach kann man das Image auf DVD brennen. Natürlich auf gute Rohlinge und nicht zu schnell.

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Der Patcher tarnt die DVD als VideoDVD, so dass sie von der PS2 akzeptiert wird. Die Memento FW sorgt dann dafür, dass die DVD trotzdem als Spiel geladen wird und nicht als Film.
Memento Firmware
Wenn die Memor32 formatiert und per USB-Kabel an den PC angeschlossen wurde, kann man die Memento FW installieren. Nach dem Starten der MementoFW.exe wird mit einem Klick auf "UPDATE" der Programmierprozess eingeleitet.

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Nach ca. einer Minute ist die Installation abgeschlossen und die Memor32 Karte enthält danach 3 neue Ordner (BAEXEC-SYSTEM, BEEXEC-SYSTEM und MEMENTO), die ca. 5MB Speicherplatz belegen und alle den Titel "MEMENTOTEAM" tragen.

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Diese Verzeichnisse werden im Memor32 SGM nicht angezeigt (komischer Zufall ;-) ) und die Memento FW funktioniert wegen der MagicGate-Verschlüsselung auch nur mit der Memor32.
Da die FW jetzt installiert ist, Memor32 Karte in Slot1 der PS2 und anschalten. Auf den ersten Blick bemerkt man keinen Unterschied, legt man aber ein gepatchtes Backup ein, wird dieses als Memento DISC identifiziert und kann gestartet werden.

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Anstelle der Playstation-Logos bekommt man nun das Memento-Logo zu sehen und schon ist man im Spiel.

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Ein mit Patch versehenes Spiel kann auch problemlos in Verbindung mit Modchip oder Swap-Magic verwendet werden, aber es werden nur DVD Spiele unterstützt. Eine CD kann man nun mal nicht als VideoDVD tarnen, aber die CD-Unterstützung soll noch kommen.
Ein weiteres sehr nützliches Feature der Memento FW sind die Dev-Modes, mit denen man ELF-Dateien (z.B.: Homebrew wie LaunchELF, SMS oder diverse Minispiele und Emulatoren) von Memory Karte (Dev1) oder USB-Stick (Dev3) starten kann. Dazu legt man auf Speicherkarte, bzw. USB-Stick einen Ordner namens BOOT an und kopiert die ELF Dateien dort hinein.
Um sie zu starten hält man beim Hochfahren der PS2 R1, R2, L1, oder L2 gedrückt, bzw. für's Starten von USB "Runter"-Taste+R1/R2/L1/L2.
Die Tasten sind wie folgt den ELF Dateien zugeordnet:
R1 : /BOOT/BOOT.ELF
R2 : /BOOT/BOOT2.ELF
L1 : /BOOT/BOOT3.ELF
L2 : /BOOT/BOOT4.ELF
Die Installation der ELF Dateien auf der Memory Karte kann man mit dem SGM vornehmen. Dazu geht man in das Verzeichnis, in dem der SGM die Savegames ablegt (normalerweise C:ProgrammeMemor32Ps2Saves) und erstellt einen neuen Ordner namens BOOT in den man dann die ELF Dateien kopiert. Anschließend wird der BOOT Ordner im SGM angezeigt und kann mit "Restore" auf die Memor32 Karte kopiert werden.
Die Memento FW befindet sich, genau wie der SGM, noch in der Entwicklung und es sollen noch weitere Features dazu kommen. Folgende sind für den nächsten Release geplant:
- HDD und USB-HDD Unterstützung um das Booten von ungepatchten Spiele-ISOs von (interner) HDD und USB-HDD zu ermöglichen!
- Unterstützung für PS2 Spiele auf CD.
- Benutzeroberfläche um Einstellungen und Optionen der Memento FW zu ändern.
- Unterstützung für PS1 Spiele.
Kategorie: PLAYSTATION 2
Autor: Jones23
Hersteller: Memor32.Com
Preis: ca. 50.- €
Plattform: PlayStation2
Produkt: Memory Karte
Relevante Downloads: Treiber und Savegame Manager
Erhältlich bei: Keine Angabe
Allgemeine Infos
Memor32 ist eine Memory Karte für die PS2 mit 32MB Kapazität und USB-Anschluss über den man Savegames mit dem "Memor32 Savegame Manager" auf den PC kopieren kann. Damit gehören Platzprobleme endgültig der Vergangenheit an, denn sollten die 32MB wirklich mal voll sein, sind ruck-zuck ein paar Savegames auf den Rechner ausgelagert.
Als nettes Extra gibt es noch eine inoffizielle Firmware für die Karte, die es erlaubt Homebrew und speziell gepatchte Backups von Spielen zu starten.
Getestet wurden Savegame Manager v1.3, MementoDiscPatcher v0.9e und Memento Firmware v1.2e, mit einer PS2 v12 und einem WindowsXP-PC.

Hardware
Heute kam sie endlich an, also gleich mal rein in die PS2... und schon der erste Kritikpunkt: Sie sitzt ziemlich locker und rastet nicht so schön ein wie die original Sony Karten. Im Gegensatz dazu sitzt der USB-Stecker sehr gut und auch ansonsten ist sie gut verabeitet, macht einen stabilen Eindruck und funktioniert tadellos.

Auch das Innenleben der Memor32 sieht gut aus. Die Platine ist sauber verarbeitet, mit Actel Chip und Samsung Flashspeicher wurden qualitativ hochwertige Komponenten verwendet und am USB-Port gibt's nix zu meckern.
Die folgenden Bilder stammen von ISO420.org

Speicherkarte
Die Memor32 benötigt keine BootCD oder ähnliches, sie lässt sich genauso handhaben wie die Sony Memory Karten und wie jede neue Memory Karte muss sie vor dem ersten Gebrauch formatiert werden. Also in den Browser, Karte auswählen und ihr werdet gefragt ob sie formatiert werden soll. Die Antwort ist natürlich "Ja", wir wollen das Teil schließlich auch benutzen.

Die Memor32 wird von Spielen einwandfrei erkannt und bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Selbst empfindliche Spiele (z.B. Resident Evil 4), die bekanntermaßen Probleme mit (manchen) inoffiziellen Memory Karten haben, kommen mit der Memor32 klar. Aber sie hat das Manko, an dem alle großen Memory Karten leiden: Sie ist langsamer als die 8MB Sony Karten.
Savegame Manager
Kommen wir nun zur ersten Besonderheit der Memor32: der USB-Anschluss und der Savegame Manager (SGM).
Ein USB-Kabel wird nicht mitgeliefert, also muss man sich ein passendes Kabel (Mini- auf normalen USB-Stecker) besorgen, falls man nicht eh schon eines hat, z.B. von einem Speicherkarten-Lesegerät.
Zunächst sollte man die USB-Treiber und den SGM runterladen und entpacken, damit man gleich alles parat hat.
Wenn man die Memor32 zum ersten mal anschließt, wird man von Windows aufgefordert die passenden Treiber zu installieren. Dazu wählt man die manuelle Installation und gibt das Verzeichnis an, in das man die Treiber-Dateien entpackt hat, den Rest erledigt Windows dann alleine.
Als nächstes installieren wir den SGM: Setup.exe ausführen, weiter klicken, Installationspfad bestätigen und fertig.
Wenn der SGM gestartet wird baut er als erstes die Verbindung zur Memor32 auf und listet danach promt den Inhalt der Karte. Auf der linken Seite sieht man die Savegames auf der Memor32, die rechte Seite zeigt die auf dem Rechner gespeicherten.

Wählt man ein Savegame aus werden alle wichtigen Infos unten im Fenster angezeigt: Titel, Ordnername, Größe, Erstellungs- und Änderungsdatum. In dem grauen Kasten unten links wird hoffentlich in künftigen Versionen das Icon des Savegames angezeigt.

Viel gibt es eigentlich nicht zu erklären, die Buttons sagen alles. "Backup" kopiert die ausgewählten Spielstände von Memor auf den PC, "Restore" kopiert sie vom PC wieder auf die Karte.


Der "Delete"-Button löscht gewählte Saves und mit "Erase Memor32" wird die Karte komplett gelöscht und muss anschließend wieder mit der PS2 formatiert werden.

Ein wirklich wichtiger Bestandteil sind Import- und Export-Funktion.
Da jedes Savegame auf der Memor32 Karte und auf dem PC, wegen des Ordnernamens, nur einmal existieren kann, ist es sinnvoll ältere Savegames, die ihr behalten wollt, zu exportieren, damit sie nicht von neuen Savegames überschrieben werden. Mit dieser Funktion wird das Savegame, das aus einem Ordner mit mehreren Dateien besteht, in einer Datei mit der Endung ".m32" gespeichert und komprimiert. Es können sogar mehrere Savegames in einer ".m32" Datei archiviert werden, das Ganze funktioniert also ähnlich wie die bekannten ".zip" oder ".rar" Archive. Den Namen der ".m32" Datei kann man frei wählen, lediglich wenn man mehrere Savegames auswählt und als Einzeldateien exportiert werden automatisch generierte Namen vergeben, die man aber nachträglich ändern kann.

Mit "Import" können die ".m32"-Savegames wieder in die PC-Liste kopiert werden, wobei auch hier zu beachten ist, dass schon vorhandene Savegames überschrieben werden. Es können auch ".max"-Dateien importiert werden, ein weit verbreitetes Savegame-Format von Datel (MAX Drive). Ihr könnt also das Internet durchstöbern, ".max" Saves runterladen und nach herzenslust ausprobieren.

Leider geht das bislang nur mit dem ".max" Format, das zwar recht häufig zu finden ist, aber zu den schlechteren Savegame-Formaten gehört, weil es die Dateiattribute und Zeitstempel (Erstellungs- und Änderungsdatum) nicht speichert. Manche Spiele akzeptieren keine Spielstände, bei denen die Zeitstempel nicht korrekt sind. Bleibt zu hoffen, dass noch weitere (bessere) Formate (z.B. ".xps", ".psu") dazu kommen.
Was ".max" nicht gelingt, beherrscht ".m32" perfekt. Dateiattribute und Zeitstempel werden konserviert und die Savegames sind nach dem zurück-kopieren auf die Memor32 wieder in ihrem ursprünglichen Zustand. Die Savegame-Integrität ist also voll gewährleistet und es wird keine Probleme mit den oben erwähnten "zeitempfindlichen" Spielen geben.
Alles in allem funktioniert der SGM schon sehr gut, und er befindet sich schließlich noch in der Entwickling. Schade ist, dass man Spielstände nur als ".m32" exportieren kann, mit denen, zumindest im Moment, nur andere Memor32-Besitzer etwas anfangen können. Aber es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis es ein Tool gibt, mit dem man ".m32" in andere Formate umwandeln kann, oder der Savegame Manager andere Formate exportieren kann. Auch einen "Abbrechen" Knopf und eine Anzeige für die Gesamtgröße der gewählten Savegames vermisse ich.
Memento Software
Last but not least, das Schmankerl der Memor32, die Memento Firmware, mit der man Homebrew und Backups starten kann, ganz ohne Modchip oder Swap-Magic. Einen Trick gibt es aber trotzdem: Backups müssen mit einem Patcher behandelt werden, damit die PS2 sie akzeptiert.
MementoDiscPatcher
Nachdem man ein Image (iso, bin, nrg) vom Spiel erstellt hat startet man den MementoDiscPatcher, drückt auf "Patch ISO Image" und wählt die entsprechende Datei aus. Das Patchen dauert nicht mal eine Sekunde, danach kann man das Image auf DVD brennen. Natürlich auf gute Rohlinge und nicht zu schnell.

Der Patcher tarnt die DVD als VideoDVD, so dass sie von der PS2 akzeptiert wird. Die Memento FW sorgt dann dafür, dass die DVD trotzdem als Spiel geladen wird und nicht als Film.
Memento Firmware
Wenn die Memor32 formatiert und per USB-Kabel an den PC angeschlossen wurde, kann man die Memento FW installieren. Nach dem Starten der MementoFW.exe wird mit einem Klick auf "UPDATE" der Programmierprozess eingeleitet.

Nach ca. einer Minute ist die Installation abgeschlossen und die Memor32 Karte enthält danach 3 neue Ordner (BAEXEC-SYSTEM, BEEXEC-SYSTEM und MEMENTO), die ca. 5MB Speicherplatz belegen und alle den Titel "MEMENTOTEAM" tragen.

Diese Verzeichnisse werden im Memor32 SGM nicht angezeigt (komischer Zufall ;-) ) und die Memento FW funktioniert wegen der MagicGate-Verschlüsselung auch nur mit der Memor32.
Da die FW jetzt installiert ist, Memor32 Karte in Slot1 der PS2 und anschalten. Auf den ersten Blick bemerkt man keinen Unterschied, legt man aber ein gepatchtes Backup ein, wird dieses als Memento DISC identifiziert und kann gestartet werden.

Anstelle der Playstation-Logos bekommt man nun das Memento-Logo zu sehen und schon ist man im Spiel.

Ein mit Patch versehenes Spiel kann auch problemlos in Verbindung mit Modchip oder Swap-Magic verwendet werden, aber es werden nur DVD Spiele unterstützt. Eine CD kann man nun mal nicht als VideoDVD tarnen, aber die CD-Unterstützung soll noch kommen.
Ein weiteres sehr nützliches Feature der Memento FW sind die Dev-Modes, mit denen man ELF-Dateien (z.B.: Homebrew wie LaunchELF, SMS oder diverse Minispiele und Emulatoren) von Memory Karte (Dev1) oder USB-Stick (Dev3) starten kann. Dazu legt man auf Speicherkarte, bzw. USB-Stick einen Ordner namens BOOT an und kopiert die ELF Dateien dort hinein.
Um sie zu starten hält man beim Hochfahren der PS2 R1, R2, L1, oder L2 gedrückt, bzw. für's Starten von USB "Runter"-Taste+R1/R2/L1/L2.
Die Tasten sind wie folgt den ELF Dateien zugeordnet:
R1 : /BOOT/BOOT.ELF
R2 : /BOOT/BOOT2.ELF
L1 : /BOOT/BOOT3.ELF
L2 : /BOOT/BOOT4.ELF
Die Installation der ELF Dateien auf der Memory Karte kann man mit dem SGM vornehmen. Dazu geht man in das Verzeichnis, in dem der SGM die Savegames ablegt (normalerweise C:ProgrammeMemor32Ps2Saves) und erstellt einen neuen Ordner namens BOOT in den man dann die ELF Dateien kopiert. Anschließend wird der BOOT Ordner im SGM angezeigt und kann mit "Restore" auf die Memor32 Karte kopiert werden.
Die Memento FW befindet sich, genau wie der SGM, noch in der Entwicklung und es sollen noch weitere Features dazu kommen. Folgende sind für den nächsten Release geplant:
- HDD und USB-HDD Unterstützung um das Booten von ungepatchten Spiele-ISOs von (interner) HDD und USB-HDD zu ermöglichen!
- Unterstützung für PS2 Spiele auf CD.
- Benutzeroberfläche um Einstellungen und Optionen der Memento FW zu ändern.
- Unterstützung für PS1 Spiele.
POSITIV
+ große Speicherkapazität (32MB)
+ mit allen Spielen kompatibel
+ USB-Schnittstelle
+ Savegame Manager
+ Export/Import von Savegames, dadurch praktisch unbegrenzter Speicherplatz
+ Import von ".max" Savegames möglich
+ Memento Firmware
+ Dev Modes zum Starten von ELF Dateien
+ Starten von Backups möglich
+ erster Plug&Play "Modchip"
+ kompatibel mit allen PS2 Modellen
+ Software wird noch weiter entwickelt
+ große Speicherkapazität (32MB)
+ mit allen Spielen kompatibel
+ USB-Schnittstelle
+ Savegame Manager
+ Export/Import von Savegames, dadurch praktisch unbegrenzter Speicherplatz
+ Import von ".max" Savegames möglich
+ Memento Firmware
+ Dev Modes zum Starten von ELF Dateien
+ Starten von Backups möglich
+ erster Plug&Play "Modchip"
+ kompatibel mit allen PS2 Modellen
+ Software wird noch weiter entwickelt
NEGATIV
- Karte sitzt ziemlich locker im PS2-Steckplatz
- langsamer als originale Sony Memory Karten
- Export von Savegames nur im ".m32" Format möglich
- unterstützt nur Backups von DVD Spielen
- Software noch nicht ausgereift
- Karte sitzt ziemlich locker im PS2-Steckplatz
- langsamer als originale Sony Memory Karten
- Export von Savegames nur im ".m32" Format möglich
- unterstützt nur Backups von DVD Spielen
- Software noch nicht ausgereift
FAZIT
Die Memor32 Memory Karte ist ein wirklich gelungenes Produkt und bietet schon jetzt eine ganze Reihe nützlicher Features, die in Zukunft noch erweitert werden sollen. Sie ist zwar mit einem Preis von knapp 50€ nicht gerade billig, aber man muss bedenken, dass man, SGM sei Dank, nie wieder eine andere Speicherkarte brauchen wird. Dazu kommen dann noch die Möglichkeiten, die die Memento Firmware mit sich bringt und wenn man auch noch die künftigen Features dazu nimmt, hat man eine echte Alternative zu jedem Modchip, die auch noch ganz ohne Löten auskommt.
Sie funktioniert als Memory Karte tadellos, wenn auch etwas langsam aufgrund der Größe, und dient als passabler Modchip-Ersatz. Dass Backups gepatcht werden müssen ist leider ein notwendiges Übel, da die PS2 sonst jeden Zugriff verweigern würde, und daher kein Negativ-Kritikpunkt.
Wenn die versprochenen Features noch kommen, dann ist die Memor32, in Verbindung mit der Memento FW, eine echte Bereicherung für jede unmodifizierte PS2.
Die Memor32 Memory Karte ist ein wirklich gelungenes Produkt und bietet schon jetzt eine ganze Reihe nützlicher Features, die in Zukunft noch erweitert werden sollen. Sie ist zwar mit einem Preis von knapp 50€ nicht gerade billig, aber man muss bedenken, dass man, SGM sei Dank, nie wieder eine andere Speicherkarte brauchen wird. Dazu kommen dann noch die Möglichkeiten, die die Memento Firmware mit sich bringt und wenn man auch noch die künftigen Features dazu nimmt, hat man eine echte Alternative zu jedem Modchip, die auch noch ganz ohne Löten auskommt.
Sie funktioniert als Memory Karte tadellos, wenn auch etwas langsam aufgrund der Größe, und dient als passabler Modchip-Ersatz. Dass Backups gepatcht werden müssen ist leider ein notwendiges Übel, da die PS2 sonst jeden Zugriff verweigern würde, und daher kein Negativ-Kritikpunkt.
Wenn die versprochenen Features noch kommen, dann ist die Memor32, in Verbindung mit der Memento FW, eine echte Bereicherung für jede unmodifizierte PS2.
















