DS: SUPERCARD LITE (MICRO SD VERSION)
Kategorie: NINTENDO DS / DS LITE



Autor: whynot
Hersteller: SuperCard.Cn
Preis: EUR 58 bis 70 (ohne Speicherkarte)
Plattform: NDS-Lite
Produkt: Flashkarten-Adapter
Downloads:
SuperCard Rumble Series V2.56: KLICK
SuperCard MicroSD Series V2.56: KLICK
SuperCard SD/MiniSD Series V2.56: KLICK
SuperCard CF Series V2.56: KLICK
SuperCard Language.ini Deutsch: KLICK
Erhältlich u.a. bei: www.gamefreax.de / www.gametop.de / www.wolfsoft.de


Vorwort:

Als im Frühjahr 2006 der NDS-Lite (NDSL) auf den Markt kam, mussten die Adapter-Hersteller aufgrund des im NDSL kürzeren GBA-Slot reagieren und neu entwickelte Adapter herausbringen.
Nachdem das EZ-Flash-Team mit der EZ-IV-Lite den Anfang gemacht hatte, war es dann Ende Juli 2006 für die Macher der Supercard soweit:
der Supercard-Lite-Adapter (SC-Lite) erblickte das Licht der Welt!
Der SC-Lite-Karton kommt in schlichtem weiss, vorne ist in Originalgrösse der SC-Lite mit teilweise eingesteckter micro-SD-Karte aufgedruckt.


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So bekommt man schon einmal ein Gefühl dafür wie klein die micro-SD-Karten sind und man kann sehen, wie man sie einsetzen muss.


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Der Aufdruck ist sogar etwas „erhaben“, der „Fühlfaktor“ kommt also auch nicht zu kurz.
Der SC-Lite wird als High-Speed-Karte angepriesen, die für den NDSL sowie die chinesische Variante, den IDSL kompatibel ist.
Er möchte - wie schon erwähnt - mit micro-SD-Karten gefüttert werden (lt. Aufdruck bis 2 GB); ausserdem wird auf das Real-Time-Save-Verfahren hingewiesen.
Hinten wird dann noch aufgezählt, was der SC-Lite alles können soll:

- Spieledateien starten
- Filme anschauen
- Bilder anschauen
- Musik anhören
- e-books lesen


Weitere technischen Daten werden nicht genannt.
Im Inneren findet sich in einer Plastikhülle eingebettet das Objekt der Begierde.


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Das war es auch schon, Software oder weitere Anleitungen sucht man vergebens. Eine Speicherkarte ist auch nicht dabei, es sei denn man kauft ein Bundle. Ein Speicherkartenleser fehlt ebenfalls.

Das Äußere:

Der Adapter ist matt-weiss und solide verarbeitet. Die Farbe ist etwas anders als die Original-NDSL-Farbe, so dass der Adapter noch etwas auffällt.
Was fehlt ist die glänzende Schutzschicht als Abschluss.
Es gibt inzwischen auch eine Variante in schwarz; es ist anzunehmen, dass es auch hier eine farbliche Abweichung gibt.


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Die Form entspricht weitestgehend dem GBA-Schutzmodul des NDSL.

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Auf dem letzten Foto kann man sehen, dass die Rundung der SC-Lite nicht ganz der Rundung des NDSL entspricht. Die Tiefe des SC-Lite ist dagegen perfekt (kann aufgrund Produktionsbedingter Abweichungen auch anders sein)!
Der Slot für die micro-SD-Karten ist vorne angebracht, so dass man den Adapter nicht mehr aus dem NDSL entfernen muss, wenn man neue Spiele oder Software ausprobieren möchte.
Der Slot ist so dimensioniert, dass man die Speicherkarte gut entnehmen kann.


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Das Innere:

Das innere besteht aus zwei Platinen, die mit einem Flachbandkabel verbunden sind; also Vorsicht beim selbst öffnen!
Dort kann man auch erkennen, dass der SC-Lite keine Pufferbatterie enthält (dazu später mehr).



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Die neueste SW für den SC-Lite bekommt man u. a. auf www.modcontrol.com
Die Software (sowohl für den PC als auch für den SC-Lite) ist einfach aufgebaut.
Die Sprache (PC-SW) kann durch Anpassen der enthaltenen "Language.ini" leicht auf Deutsch umgestellt werden.
Eine entsprechende Datei habe ich im Downloadbereich zur Verfügung gestellt.
Es ist leider nicht möglich, das Aussehen der SW (PC und SC-Lite) durch Skins zu verändern.
Die Software kann gezipte Dateien lesen (nicht RAR!), allerdings wird der Header nicht mit ausgelesen, so dass man u. U. den Dateinamen vor dem konvertieren anpassen muss.


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Die konvertierten Dateien werden grundsätzlich auf der Festplatte gespeichert und müssen von dort aus auf die micro-SD-Karte geschoben werden. Spiel- und Speicherdatei müssen im selben Verzeichnis liegen.

Die micro-SD-Karte muss in FAT16 formatiert sein, FAT32 wird nicht akzeptiert.

Wenn man möchte, kann man zum besseren Verwalten der Daten mehrere Verzeichnisse auf der micro-SD-Karte anlegen.
Sollte man allerdings vorhaben, ein NDS- mit einem GBA-Spiel zu verlinken, um zusätzliche Items o.ä. freizusetzen, müssen beide Spiele in einem Verzeichnis gespeichert und das GBA-Spiel darf nicht konvertiert werden.
Die Dateien werden nach Erstellungsdatum aufgelistet; wenn man eine andere Sortierung wünscht, muss man zu Hilfsmitteln (z.B. FATSort) greifen.
Die PC-SW hat einige Einstellungsmöglichkeiten; man erreicht sie entweder durch Doppelklick auf das Spiel oder Rechtsklick + „Einstellungen“.

NDS:

Ab der SW-Version 2.56 ist schon die Rumble-Funktion implementiert, die allerdings nur für die nächste SuperCard-Generation gilt.


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GBA:

Derzeit lassen sich GBA-Spiele nicht komprimieren, wann diese Feature wieder eingeschaltet wird ist nicht bekannt.


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Kompatiblität:

Die NDS-Kompatibilität ist gut; hier gibt es eine Liste mit den Einstellungen zu den einzelnen Spielen: KLICK

Bei der GBA-Kompatibilität sieht es wesentlich schlechter aus, hier gibt es eine Seite wo man sehen kann, welche Spiele
laufen und welche nicht bzw. was für Schwierigkeiten auftreten: KLICK hier ist eine weitere: KLICK

Homebrew wird sehr gut unterstützt (Moonshell, DSOrganize, BeUp, ScummVM, REIN um nur einige zu nennen); Hinweise aller Art gibt es
u. a. hier (Hauptseite unten w. Downloads und Forum): KLICK
sowie im SuperCard-Forum: KLICK

Bei Emulationen sollte man sich die neuesten Emu-Programme besorgen und über diese die entsprechenden Spiele starten.
Ansonsten werden Emu's nicht gepatcht, sondern direkt auf die Speicherkarte gezogen; die Speicherdatei muss von einem anderen Spiel kopiert und entsprechend umbenannt werden.

Der Adapter lässt sich relativ schwer in den GBA-Slot einsetzen, das herausholen geht dann nur noch mit einem Hilfsmittel (z.B. Messer, Schlitzschraubendreher) als Hebel.
In diversen Foren wird darüber berichtet, dass man die Seiten des Adapters durch Abschleifen mit feinstem Schleifpapier gängiger machen kann, ob dabei der Adapter auseinander genommen wurde ist mir nicht bekannt.

Ohne Pass-System bzw. FlashMe funktioniert der Adapter wie ein GBA-Modul; möchte man NDS-Dateien im Menü sehen bzw. starten, kommt man um den Einsatz einer der vorgenannten Dinge nicht herum.


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Da der SC-Lite ohne Pufferbatterie konzipiert wurde, sind Pass-Systeme wie der SuperPass2, PassKey2 oder PassCard2 denkbar ungeeignet.
Zum einen müssen diese Systeme immer wieder (im GBA-Modus) auf ein Spiel eingestellt werden, zum anderen wird diese Einstellung nur für kurze Zeit (max. 20 sek.) im internen Speicher des Adapters gespeichert.
Empfehlenswert sind dagegen die sogenannten „NoPass“-Systeme (SuperKey, PassCard3, EZ-Pass3), da bei diesen keine weitere Einstellung nötig ist.
Das Update der Kernelsoftware geschieht mittels der Datei "upgrade.scu", die man einfach ins Wurzelverzeichnis der micro-SD-Karte schiebt. Die SC-Lite findet die SW automatisch und fragt ob man updaten möchte; ausserdem wird die aktuelle und neue SW-Version angezeigt.

SW-Updates gibt es vom SC-Team nicht so oft; mitunter wird ein Patch von anderen Usern bereitgestellt (siehe SuperCard-Forum). Die Anwendung solcher Patches ist etwas kompliziert im Gegensatz zur Einfachheit der SC-SW (Clean-Rom mit gesonderter Software patchen, danach direkt auf die Speicherkarte schieben; Speicherdatei von anderem Spiel kopieren und entsprechend umbenennen).
Die Spiele-Liste wird sowohl im GBA- als auch im NDS-Modus auf dem oberen Bildschirm angezeigt; demzufolge gibt es keine Touchscreen-Unterstützung.


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Lange Dateinamen werden unterstützt, allerdings gibt es kein Scrolling, im Zweifel kann man den Dateinamen mitunter nicht lesen.

Die Spielgrösse wird ebenfalls nicht angezeigt.
Bei mehreren Seiten kann man mit den Schultertasten (R + L) nach vorne bzw. hinten auf die jeweils nächste Seite springen; dass Steuerkreuz ist für den Wechsel innerhalb des Menüs gedacht.
Das SC-Menü ist sofort nach dem Einschalten verfügbar; die Spiele starten ebenfalls sehr schnell:

- NDS = wenige Sekunden
- GBA = bis zu 10 Sekunden, je nach Spielgrösse


Speicherdateien können zwischen der SuperCard und der EZ-IV ohne patchen oder sonstiger Konvertierung ausgetauscht werden (allenfalls der Dateiname ist anzupassen)


POSITIV

- hohe NDS-Kompatibilität
- hohe Homebrew-Kompatibilität
- passt fast perfekt in den NDSL
(Sprichwort: Fremdkörper fällt
auf)
- einfaches Updaten der Firmware
- gezipte Dateien werden
konvertiert
- lange Dateinamen werden
unterstützt
- micro-SD-Slot vorne angebracht
(kein entfernen des Adapters bei
Änderungen notwendig)
- schnelle Ladezeiten der Spiele
- Soft-Reset für GBA- und NDS-
Spiele möglich
- Speicherslot ausreichend
dimensioniert, um Speicherkarte
bequem zu entnehmen
- speichert direkt auf Speicher-
karte (nicht über SRAM)
- Echtzeitspeicherung im GBA-
Modus möglich
- Speicherdateien mit EZ-IV direkt
austauschbar

NEGATIV

- geringere GBA-Kompatibilität
- Adapter „trifft“ nicht ganz
Originalfarbe
- keine glänzende Abschluss-
schicht
- Aussehen der Client-Software u.
Firmware nicht änderbar (Skins)
- anders gepackte Dateien (RAR,
7z) werden nicht erkannt
- kein Scrolling bei langen
Dateinamen
- Datei-Header wird nicht ausge-
lesen, so dass u. U. der Datei-
name vor Konvertierung geändert
werden muss
- unterstützt nur FAT16
- Dateien werden nach Erstellungs-
datum aufgelistet; bei anderer
Sortierung Fremdsoftware nötig
(FATSort)
- Adapter lässt sich nicht ohne
Hilfsmittel entfernen
- Updates erfolgen nicht so oft;
manchmal Patches durch User
(diese sind im Vergleich zur
„normalen“ SW kompliziert)
- GBA-Spiel speichern kompliziert
- keine Touchscreen-Unterstützung
- keine Pufferbatterie enthalten
- Spielegrösse wird nicht angezeigt


FAZIT

Der SC-Lite ist für Puristen, die nicht soviel Wert auf GBA-Unterstützung legen, die Oberfläche der Client-SW bzw. Firmware nicht verändern und weniger Geld ausgeben wollen, sehr gut geeignet.
Allen anderen ist dieser Adapter nicht so sehr zu empfehlen, da bieten
EZ-Flash und M3 mehr für’s Geld (GBA-Unterstützung, Skins), wobei zumindest beim EZ-Flash die Homebrew-Unterstützung bisher nicht so gut ist.
Als Manko für den SC-Lite sehe ich die schlechte Passform für den GBA-Slot (schwergängig) und die schlechte GBA-Unterstützung; auf Software-Updates wartet man manchmal auch etwas länger als bei den anderen Herstellern.